Allgemeines bei Fussbodenkühlungssystemen

Wird mit einem Flächenheizungssystem auch gekühlt, muss eine eventuell entstehende Kondenswasserbildung ausgeschlossen werden. Mit der Abkühlung der Luft bei gleichbleibender (absoluter) Wasserdampfmenge erhöht sich die relative Luftfeuchtigkeit, ggf. bis zur Kondenswasserbildung. An Kühlflächen mit niedrigen/geringen Temperaturen, kann dieser Punkt relativ schnell erreicht werden. Als Folge wird ,,Schwitzwasser" an diesen Flächen entstehen.

Die Steuerung der Kühlung muss daher zwingend einen Tauwasserwarner oder Taupunktfühler im Bereich der Fußbodenfläche aufweisen. Ein Tauwasserwarner oder Taupunktfühler bei den Vorlaufrohren ist auf keinen Fall ausreichend. Die rel. Luftfeuchte darf am Boden 70% nicht übersteigen. Gerade bei der Kühlung ist auf eine ausgereifte Regeltechnik zu achten. Einzelraumregelungen werden empfohlen. Feuchträume und Bäder sollten gesondert beurteilt werden. 
Eine dezentrale Taupunktüberwachung wird bei grossen Gebäuden mit unterschiedlichen Nutzungsbereichen und Merkmalen angewendet. Zentrale Taupunktüberwachungen werden eher bei Einfamilienhäusern eingesetzt. 
In jedem Fall sollten Regelvorrichtungen eingesetzt werden, welche die Anlage ausschalten bevor der Taupunkt erreicht ist und somit zu keinem Zeitpunkt eine Kondenswasserbildung möglich ist. 

Räumlichkeiten können mit einem Flächenkühlsystem gut temperiert werden, jedoch ersetzen sie keine konventionellen Klimageräte die die Raumluft zusätzlich entfeuchten. Kalte Fußbodenflächen werden beim Begehen als unangenehm empfunden, daher sehen wir eine Fußbodenkühlung als Unterstützung und eine Temperierung als Beitrag für ein angenehmes Raumklima auch an sehr heißen Sommertagen.

Nach heutigem Kenntnisstand sollten Kühlphasen nicht länger als drei bis vier Wochen durchgängig andauern, um Feuchtigkeitsschäden an Gebäuden bzw. Fußbodenkonstruktionen auszuschließen.

Wir empfehlen für die Verlegung auf einer gekühlten/temperierten Estrichkonstruktion ein Bauwerk Fertigparkett das vollflächig verklebt wird.

In der Regel wird für die Fußbodenkühlung ein Wärmedurchlasswiderstand (R-Wert) von weniger 0,10 m²K/W (Parkett + ev. Unterlage) empfohlen. Je niedriger der R-Wert, desto besser!

weitere Infos z.B. unter: www.flaechenheizung.de/fachinformationen/bauherren/boedenbelaege/

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